Ich bin Dein Schatz

Ich bin Dein Schatz,
Dein treues, liebes Gut,
ich liege tief am Grund,
zum Bergen brauchst Du Mut.

Wirst Du alles für mich wagen,
trägst Du mich an allen Tagen,
werden wir uns lieben so wie Hund und Katz,
Du und Dein Schatz.

Ich bin Dein Schatz,
der Schmuck für Dein Gesicht,
ich häng am Hals, am Ohr
und strahl für Dich im Licht.

Ich als Armreif, ich als Kette,
ich als Perle, und ich hätte
meinen stolzen Platz am Finger als Dein Ring:
Das wär’n Ding!

Ich bin Dein Schatz,
Dein sehr verwundbarer.
Verlier den Strahlenglanz,
kommst Du mir laut daher.

Willst Du mich reglementieren,
meine Freiheit ganz einfrieren,
werde ich versinken auf den tiefsten Platz:
Wie’n armer Schatz.

Ich bin kein Alltagsschrott, kein Kronjuwel,
das träge in der Sonne glänzt.
Ich mach Musik, flieg hoch hinaus,
bin der, der Dich ergänzt.

Ich bin Dein Schatz,
Dein eigenwilliger.
Ich brauch viel Ruhe, Schlaf
Und noch ein bißchen mehr.

Wirst Du mich des Nachts anlegen
und mein krankes Herze pflegen,
wird wie ein Wunder von Stund auf Stund
Dein Schatz gesund!

Ich bin Dein Schatz,
Dein einzig stiller Wert.
Jedes Plagiat an Dir
wär voll verkehrt.

olltest Du mich je versetzen,
werd ich mich nicht widersetzen,
geh nur jämmerlich zu Grund und mache Platz:
'nem andern Schatz.

©Jürgen Langhans. Karlsruhe, 19.September 2001


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