A.L.D.I.

Aldi, Aldi, komm zu Herrchen, komm zu Herrchen, so ist's brav,
so ist's brav!

Kim
Aldi ist ein schönes Haus,
da gehn viel Menschen ein und aus.
Das Einkaufskörbchen kriegt 'ne Mark,
Marmelade, Käse, Wurst und Quark,
20 Tüten Apfelsaft, Sprühdosenschlagsahne,
Vollwaschmittel, Klopapier und die Pflichtbanane.
An der Kasse steht 'ne Schlange,
doch die Schlange steht nicht lange.
Ich stell das Körbchen wieder rein,
dann ist die Mark wieder mein.

Die Deutsche Mark ist stark... Die Deutsche Mark ist stark...

Mir geht's gut, denn ich lebe vom Verzicht.
Ich brauche keine Ferien und ich hab kein Leibgericht.
Und wenn sich mein Chef heute eine Villa leisten kann,
dann kann ich mit Stolz sagen, ich hab meinen Anteil dran.
Mir geht's gut, denn ich lebe vom Verzicht.
Die Steuern zahl ich gerne und im Zimmer brennt kein Licht.
Ich hab kein deutsches Auto und die Wohnung ist ganz klein,
und wer nicht irgendwas mitbringt, den laß ich gar nicht rein.

Mir geht's gut, denn ich lebe vom Verzicht.
Ich brauche keinen Game Boy und auch Video kenn ich nicht.
So leckt mich doch am Arsch mit Eurer Wirtschaftsrezession:
Die Lösung, die heißt Aldi, und der Kohl, der macht das schon.

Mir geht's gut, denn ich lebe vom Verzicht.
Ich liebe meine Arbeit, Überstunden, die sind Pflicht.
Und bin ich einmal reich, im zweiten Leben wird's so sein:
Dann kauf ich doch bei Aldi und ich werd noch reicher sein.

Aldi ist ein schönes Haus, da gehn viel Menschen ein und aus.
Das Einkaufskörbchen kriegt 'ne Mark,
Marmelade, Käse, Wurst und Quark.
Ich wär schon längst verhungert, gäbe es den Aldi nicht.
Ich kauf hier jeden Samstag ein und wahre mein Gesicht.

Und bin ich einmal reich, im zweiten Leben wird's so sein:
Dann kauf ich doch bei Aldi und ich werd noch reicher sein.

Auch diese Schweine können Sie klauen. Schwäbisch Knall.

©Jürgen Langhans. Karlsruhe, 30. Oktober 1994


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