Leseprobe 1 aus dem Kapitel "Das Wünschen"

... „Aber ich will ein Raumschiff haben, das nicht bloß um die Erde kreist, sondern eins, was ganz weit rausfliegt.“ „Kannst Du Dir nicht was Vernünftigeres wünschen? Etwas, was Du wirklich brauchst, wo Du Spaß dran hast, zum Beispiel, äh, naja, mir fällt jetzt gleich was ein ..., eine Katze?“ stammelt der Vati.

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„Hä, eine Katze?! Weißt Du denn nicht, daß Katzen immer die Hunde ärgern, wenn sie einen Buckel machen?“ „Ja, ist ja schon gut, hab’s begriffen. Aber für ein Raumschiff bist Du noch viel zu klein, das kannst Du noch gar nicht lenken. Das ist zu kompliziert.“ „Aber wenn schon mal ein Hund mitgeflogen ist, kann’s nicht so schwierig sein, oder?!“ entgegnet Florian hartnäckig.

Die Mutti schaut auf den Rest der Forellen. „Das hat geschmeckt! - Wünsch Dir doch eine Angel!“ Der Vati nimmt das Bierglas vom Mund, schluckt schnell hinter und plauzt heraus: „Das ist eine gute Idee, eine Angel“, und er haut vor Freude laut mit der Hand auf den Tisch. „Warum ich da nicht gleich drauf gekommen bin ... - Florian, geh in Dein Zimmer und schreibe auf: ‚Angel’!“ Dann fällt ihm noch etwas ein, und er ruft laut hinterher: „Oder noch besser: Einen Lenkdrachen! Ja, mit 50 Meter Leine! Der fliegt ja auch ...“ „Und wenn ich mir nun aber doch ein Raumschiff wünsche, Vati?“

„Komm, nerv mich nicht. Wie soll ich denn so ein Ding bezahlen? ... Okay, okay, wenn Du morgen früh aufwachst, wird ein Raumschiff in unserem Garten stehen.“ „Morgen schon? Ich hab doch erst ...“ - „Hauptsache, ich hab meine Ruhe“, unterbricht ihn der Vati. „Und die Mutti näht Dir einen Raumanzug. Abgemacht. Aber sag’s nicht der Mutti, das gibt Ärger."